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Energiepreise 2017/Q1

Energiepreise 2017 - Der Marktüberblick für das 1. Quartal
Obwohl die Börsenpreise für Strom und Gas an der European Energy Exchange AG (EEX) im Jahr 2016 an Volatilität zugenommen haben, ist das erste Quartal des neuen Jahres trotz kleinerer „Ausreißer“ größtenteils von einer Seitwärtsbewegung geprägt.


Entwicklung Strompreise 1. Quartal 2017: Strompreise fallen seit Jahresbeginn um  3 Prozent  - steigende Preise zum Quartalsende


in €/MWh
Beginn
Q1 2017
Ende
Q1 2017

Delta
Base
201830,0829,77-1%
201928,2028,00-1%
202029,1028,04-4%
Peak
201838,3037,49 -2%
201937,0035,86-3%
202038,8536,00-7%


Mit den sinkenden Preisen auf dem CO2-Markt zu Beginn des neuen Jahres sanken Anfang Januar auch die Strompreise an der EEX. Dieser Trend war jedoch nicht von langer Dauer – kalte Wetterprognose und anstehende Kernkraftwerksrevisionen haben dem Strommarkt zu neuen „Hochs“ verholfen.

Im Februar gab es kaum preisliche Änderungen beim Strompreis. Die warmen Temperaturen im März verhalfen dem Strompreis zu einer leichten Abwärtsbewegung. Allerdings sind seit den letzten Märztagen wieder Preisanstiege an der EEX für Strom zu verzeichnen, die offenbar einen Aufwärtstrend signalisieren.



 

Entwicklung Gaspreis 1. Quartal 2017: Gaspreise fallen seit Jahresbeginn um
6 Prozent - Aufwärtstrend erwartet 
 



€/MWh
Beginn
Q1 2017
Ende
Q1 2017

Delta
GASPOOL
201817,8116,58-7%
201917,7316,77-5%
2020 17,8316,71-6%
NCG
201817,8816,76-6%
201917,8716,86-6%
202018,0416,79-7%


Das neue Quartal begann mit einem Anstieg der Gaspreise. Ein Temperaturabfall im Januar, eine schwache LNG-Versorgung sowie ein Speicherfüllstand, welcher bereits zehn Prozentpunkte unter den beiden Vorjahren liegt, waren als preistreibende Faktoren auszumachen.


Selbst der zu Beginn des Jahres fallende Ölpreis, ein stärkerer Euro und die gut versorgten Gassysteme konnten keinen erkennbaren Eindruck am Markt hinterlassen. Eine Verlängerung der Wartungsarbeiten am britischen Rough-Erdgasspeicher trug dazu bei, dass die Gaspreise auch bis Mitte Februar auf dem recht hohen Niveau blieben. Ab Ende Februar wurde der Gas-Terminmarkt durch wärmere Temperaturen sowie den Kohlepreisveränderungen stark beeinflusst. Die verringerten Verbrauchsprognosen und die damit verbundene Senkung der Nachfrage haben die Preiskurve nach unten gestützt.


Dieser Trend der Gaspreise hielt jedoch nur bis kurz vor Monatsende an. In den letzten Märztagen stiegen die EEX-Preise für Gas wieder leicht an.



FAZIT 

Es ist festzuhalten, dass die künftigen Strom- und Gaspreise an den Energiemärkten aktuell schwer prognostizierbar sind. Umso wichtiger ist es daher, den Einkaufszeitpunkt für die Beschaffung von Strom und Gas nicht an bestimmten Terminen festzumachen, sondern sich stets über die Preissituation am Energiemarkt zu informieren. Unternehmen aus Industrie und Gewerbe mit einem hohen Strom- und Gasverbrauch können bei dem Energieeinkauf zum „richtigen Zeitpunkt“ einen optimalen Strom- und Gaspreis erzielen.